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Illegale Drogen im Straßenverkehr

Vortest
Illegale Drogen im Straßenverkehr
Der Verkehrsdienst zieht Bilanz

Den Abschluss der sogenannten „Verkehrswoche“ bildete am Donnerstagmittag, 30.07.2020, die Kontrolle des Verkehrsdienstes der Polizei im Rhein-Kreis Neuss mit dem Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP NRW). Lokale Medienvertreter waren zur Hammer Landstraße in Neuss eingeladen, um Einblicke in die Vorgehensweise und Erfahrungen der Polizei bei der Bekämpfung von Drogen im Straßenverkehr zu erhalten.

In dieser Woche fand beim LAFP NRW das Seminar „Drogen im Straßenverkehr“ statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Kreispolizeibehörden Wuppertal, Rhein-Kreis Neuss, Bielefeld, Düsseldorf, Hochsauerlandkreis, Mönchengladbach, Minden-Lübbecke und Krefeld widmeten sich dem Thema zunächst theoretisch, um am Donnerstag ihr erlerntes Wissen in die Praxis umzusetzen. Mit Unterstützung der Mobilen Wache wurden zahlreiche Autos, Transporter, Motorräder und Lkw-Fahrer angehalten und kontrolliert.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrsdienstes beantworteten geduldig die Fragen der Journalisten. Landrat und Leiter der Kreispolizei, Hans-Jürgen Petrauschke, informierte sich vor Ort über den Ablauf der groß angelegten Kontrollaktion.


Bilanz des Verkehrsdienstes:

Insgesamt gingen drei Autofahrer im Alter von 21 bis 40 Jahren ins Netz, die positiv auf THC (Cannabis) beziehungsweise Kokain getestet wurden. Ein Arzt entnahm die entsprechenden Blutproben in den Räumlichkeiten der Polizeiwache. Die Weiterfahrt wurde allen drei Männern untersagt. Sie erwartet nun eine Anzeige nach Straßenverkehrsgesetz. Grundsätzlich droht ihnen jeweils ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkte in „Flensburg“ sowie ein Fahrverbot von einem Monat (beim ersten Verstoß dieser Art).

Erfreulich war, dass circa 53 Drogenvortests negativ ausfielen.

Weitere Verstöße wurden geahndet (darunter Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstöße gegen die Ladungssicherung, eine Ordnungswidrigkeit aufgrund abgefahrener Reifen, Kennzeichenmissbrauch, Geschwindigkeitsüberschreitungen etc.)

Im Rhein-Kreis Neuss wurden im ersten Halbjahr des Jahres 2020 119 Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am Straßenverkehr teilgenommen haben.
Diese Bilanz zeigt, dass Drogenkontrollen notwendig sind. Medikamenten- sowie Betäubungsmittelkonsum zieht erhebliche Ausfallerscheinungen und Beeinträchtigung der körperlichen Funktionen nach sich. Jeder, der sich nach dem Konsum ans Steuer setzt und am Straßenverkehr teilnimmt, stellt eine Gefahr für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dar; schwere Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang können die Folge sein.
Die Polizei wird Kontrollen dieser Art weiter fortsetzen - für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.