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Unfallentwicklung im Rhein-Kreis Neuss

Lagebild Verkehr
Unfallentwicklung im Rhein-Kreis Neuss
Ihre Polizei im Rhein-Kreis Neuss stellt Ihnen das Lagebild Verkehr mit den Zahlen aus 2018 zur Verfügung.

Die Zusammenfassung der Kreispolizeibehörde über die Verkehrsunfallentwicklung im Jahr 2018 steht für Sie auf der rechten Seite zum kostenfreien Download bereit. Die Ausarbeitung beinhaltet die Unfallzahlen für den gesamten Rhein-Kreis Neuss sowie für die einzelnen Kommunen.

Die Zahl der Verletzten Unfallbeteiligten hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Zahl der Schwerverletzten ist um 18 und die der Leichtverletzten um 72 gesunken. Die Gesamtzahl aller Verkehrsunfälle im Rhein-Kreis Neuss ist im vergangenen Jahr um 62 leicht gestiegen. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl (bezogen auf 100.000 Einwohner) liegt im Rhein-Kreis Neuss deutlich unter dem Landesschnitt. 13 Menschen erlitten im Jahr 2018 tödliche Verletzungen im Straßenverkehr (Vorjahr: 10).

Nach wie vor sind es die schwachen Verkehrsteilnehmer, die bei Unfällen ein besonderes Verletzungsrisiko tragen. Während die Unfälle mit Fußgängern um 20 zurückgegangen sind, ist bei den Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern ein Anstieg um 65 zu verzeichnen.

Unangemessene Geschwindigkeit ist bei einem Verkehrsunfall immer eine folgenerschwerende Komponente, gleichgültig welche Ursache zu dem Unfall geführt hat. Bei fünf Unfällen starben sechs Menschen, weil sie als entweder mit dem Gegenverkehr kollidierten oder von der Fahrbahn abkamen.

Vorfahrtsverletzungen und Fehler beim Abbiegen führen nach wie vor in der Statistik die Liste der Hauptunfallursachen an. Auch der Einfluss von Alkohol und Drogen spielt als Ursache von Unfällen mit schweren Folgen eine nicht unbedeutende Rolle. Insbesondere Fahrten unter Alkoholeinfluss sind im vergangenen Jahr um 57 gestiegen.

Leider ist ein signifikanter Anstieg von 80 verletzten Fahrradfahrern zu verzeichnen. Bei schweren Fahrradunfällen war in ca. 50% der Fälle ein Fehlverhalten der Radfahrer unfallursächlich. Auffällig ist der starke Anstieg von Alleinunfällen. Viele Gesichts- und Kopfverletzungen hätten durch das Tragen eines Fahrradhelmes verhindert werden können.

Der Schutz schwacher Verkehrsteilnehmer steht im Fokus präventivpolizeilicher Maßnahmen. Verkehrsunfallprävention findet weiterhin intensiv in Kindergärten, Schulen und Ausbildungsbetrieben statt. Dazu kommen Präventionsprojekte für Senioren, Fahrradfahrer und Motorradfahrer.

Mit dem Projekt „Crash Kurs“ und dem darauf aufbauenden Programm für junge Fahrer richtet sich die Polizei an die Zielgruppe der Fahranfänger in den weiterführenden Schulen.

Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss verfolgt nach wie vor das Ziel, durch gezielte Verkehrsüberwachung, Aufklärung und öffentlichkeitswirksame Aktionen das Bewusstsein für Hauptunfallursachen zu wecken. Die Ahndung von Verkehrsverstößen ist im Interesse der Verkehrssicherheit und bleibt weiterhin eine wichtige Aufgabe für die Polizei.