Rückenansicht eines Polizisten mit Handschellen und Waffe. Daneben die Kreiskarte in gelb.
Lagebild Kriminalität 2022
Die Anzahl der angezeigten Delikte ist in vielen Bereichen angestiegen und erreicht damit wieder das Niveau vor Beginn der Pandemie

Am Dienstag, den 21.02.2023, stellte der Landrat und Leiter der Kreispolizei die Kriminalitätsentwicklung für das Jahr 2022 vor. Die Zusammenfassung der Statistik und Daten zu den einzelnen Kommunen finden Sie als Download auf der rechten Seite.

 

Die Polizeiliche Kriminalstatistik stellt mit 26 827 registrierten Straftaten einen Anstieg der Gesamtdelikte im Rhein-Kreis Neuss dar.

Hans-Jürgen Petrauschke sprach sich zu dieser Entwicklung im Rahmen des Pressegesprächs für eine realistische Einschätzung aus: „Selbstverständlich nehmen wir die gestiegenen Zahlen ernst, müssen uns jedoch auch vor Augen führen, dass wir im Grunde auf dem Stand der Jahre vor Corona sind - es ist also absolut gesehen keine deutliche Verschlechterung, sondern hat einfach das Niveau der Jahre erreicht, die vor Lockdown und Kontaktbeschränkungen lagen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreispolizeibehörde als auch der gesamten Bevölkerung setze ich mich auch weiterhin dafür ein, dass der Rhein-Kreis Neuss sicher bleibt.“

 

Im Rhein-Kreis Neuss wurde mehr als die Hälfte aller Straftaten aufgeklärt. Das ist aber kein Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Wir als Polizei arbeiten weiter daran, Straftaten konsequent zu verfolgen und vor allem schon im Vorfeld zu verhindern.

 

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in diesem Jahr gestiegen: Mit 643 Straftaten wurden 173 Fälle mehr registriert als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt bei 8,6 % und ist im Vergleich zum Vorjahr (9,6 %) gesunken.

Der Anstieg der gemeldeten Wohnungseinbrüche kann unter anderem durch die Tatsache begründet sein, dass die Menschen mittlerweile nicht mehr so häufig zu Hause sind wie zu Beginn der Pandemie und dies die Tatgelegenheiten für Einbrecher deutlich steigert.

Dieses Delikt betrifft das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in besonderem Maße. Wohnungseinbruchdiebstahl bildet daher weiterhin einen Schwerpunkt unserer polizeilichen Aufgabenwahrnehmung.

Von den 643 Delikten sind 45,1 % im erfolglosen Versuchsstadium stecken geblieben. Hier konnte das gute Vorjahresniveau gehalten werden, wonach es regelmäßig in etwa der Hälfte der Fälle (lediglich) zu einem versuchten Wohnungseinbruchsdiebstahl kommt.

 

Das Thema Diebstahl nimmt den größten Anteil aller Straftaten ein: Mit insgesamt 9 217 Diebstahlsdelikten haben wir aktuell einen Rückgang um 1 762 Fälle in diesem Deliktsfeld zu verzeichnen.

Ein weiterer großer Block wird von den Vermögens- und Fälschungsdelikten gebildet: Dieser Deliktsbereich ist um 464 Fälle auf 4 954 Straftaten gestiegen, wobei die Betrugsdelikte mit insgesamt 3 874 Delikten und einem Anstieg um 164 Straftaten den größten Anteil ausmachen.

In diesem Deliktsbereich rückt auch immer mehr das Internet als Tatort in den Fokus.

 

Mit 2 930 Fällen sind die Körperverletzungsdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 591 Straftaten gestiegen.

 

Wir werden weiterhin alle Kräfte einsetzen, denn jeder Wohnungseinbruch, jeder Diebstahl, jeder Betrug ist einer zu viel.

 

Die Polizei setzt bei der Bekämpfung und Aufklärung auch auf die Unterstützung der Bevölkerung. Scheuen Sie sich daher nicht, bei verdächtigen Beobachtungen den Notruf der Polizei (110) zu wählen. Dabei sollten Sie möglichst genau schildern, was Sie gesehen haben - jede Information könnte nützlich sein.

 

 

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In urgent cases: Police emergency number 110