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Auf den Sattel - fertig - los!

Fahrrad Rhein
Auf den Sattel - fertig - los!
Ihre Polizei gibt Ihnen nützliche Tipps für eine erfolgreiche Fahrradsaison

Der Frühling ist da - jetzt kann die Fahrradsaison losgehen. Bei steigenden Temperaturen und Sonnenschein bekommen viele Menschen Lust, sich aufs Zweirad zu schwingen und die ersten Radtouren zu machen.

Wer dann sein Fahrrad abstellt, um eine Pause zu machen, sollte einige Sicherheitsmaßnahmen beachten, damit der Drahtesel nicht Langfingern in die Hände fällt. Darum hier ein paar Tipps: Entscheiden Sie sich bei der Wahl ihres Fahrradschlosses für geprüfte Qualität und hochwertiges Material. Ein bisschen mehr anzulegen kann sich auszahlen, wenn sich ein potentieller Dieb im Einzelfall durch den befürchteten Mehraufwand abschrecken lässt oder das Schloss einem tatsächlichen Aufbruchsversuch standhält. Eine Orientierungshilfe über geprüfte Zweiradschlösser und deren Anforderungen erhalten Sie unter anderem beim Verband der Schadensversicherer (VdS), der Stiftung Warentest oder bei Ihrer Polizei, speziell beim Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz. Stellen Sie Ihr Rad nach Möglichkeit so ab, dass Sie es immer im Blick haben. Schließen Sie den Fahrradrahmen und die Räder grundsätzlich an fest verankerte Gegenstände an (zum Beispiel an Laternen, et cetera).

Lassen Sie Ihr Fahrrad codieren. Dabei wird eine individuelle Kennung angebracht, anhand derer das Rad in einem Computersystem erfasst wird und ab diesem Zeitpunkt dem Eigentümer bei jeder Überprüfung zuzuordnen ist. Nähere Informationen, wann und wo Sie Ihr Fahrrad bei der Polizei kostenlos codieren lassen können, finden Sie hier oder Sie rufen unter 02131 300-0 an.

Viel wichtiger als die Sicherung Ihres Fahrrades ist jedoch, dass SIE immer sicher ans Ziel kommen. Bei Unfällen mit schwerwiegenden Verletzungen ist nicht immer rücksichtloses Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer verantwortlich. Manchmal kann ein einfaches Sturzgeschehen zu schwerwiegenden Verletzungen, vorwiegend im Kopfbereich führen. Umso wichtiger ist das Tragen eines geeigneten Schutzhelms. Dies ist keine Pflicht, trotzdem sollte sich jeder die Frage stellen, ob er den zumeist "stärkeren Verkehrsteilnehmern" ungeschützt "die Stirn bieten" will.

Der Radweg ist eine Straße, um den Radfahrer vom motorisierten Verkehr zu trennen. Grundsätzlich sind rechte Radwege zu befahren. Ist nur links ein Radweg vorhanden, muss dieser befahren werden, sofern er für Ihre Fahrtrichtung freigegeben ist. Sie erkennen dies an der Beschilderung „Radweg“, die in Ihrer Fahrtrichtung erkennbar sein muss. Beim nicht erlaubten Befahren eines Radweges in Gegenrichtung sind Sie sozusagen als Geisterfahrer unterwegs. Dieses Verhalten führt besonders oft zu Verkehrsunfällen, weil andere nicht damit rechnen, zum Beispiel an Einmündungen oder Grundstücksausfahrten.

Auch der „Tote Winkel“ stellt für den Radfahrer eine Bedeutung dar. Die Fahrer von großen Lastkraftwagen und Bussen erkennen Fahrradfahrer schlecht, die dicht an die Fahrzeuge heranfahren oder dort halten. Deswegen werden Radfahrer oft beim Anfahren oder Abbiegen der Kraftfahrzeuge übersehen und in Unfälle verwickelt. Halten Sie daher genügend Abstand und beobachten Sie Kraftfahrzeuge in der Nähe.

Um sich sicher im Straßenverkehr bewegen zu können, müssen Sie stets hellwach sein und das Verkehrsgeschehen verfolgen. Dazu gehört auch, Warnsignale (wie zum Beispiel Autohupen, Fahrradklingeln, Rufe) hören und darauf reagieren zu können. Das ist nur möglich, wenn Ihr Gehör nicht durch das Tragen von Kopfhörern beeinträchtigt ist. Bei der Teilnahme am Straßenverkehr sollte Ihre Aufmerksamkeit nicht durch den Alkoholgenuss eingeschränkt sein. Die Unfallgefahr durch alkoholisierte Verkehrsteilnehmer ist hoch. Im Zweifelsfall lieber das Fahrrad stehen lassen und zu Fuß weitergehen. 

Neben Ihnen sollte auch Ihr Zweirad fahrtauglich sein. Zu einem sicheren Rad gehören die Speichenreflektoren, der weiße Front-, der rote Heckreflektor, die Reflektoren in den Pedalen und funktionierende Bremsen. Neben den Reflektoren muss die Beleuchtung des Rades auch funktionstüchtig sein. Das Licht am Fahrrad ist nicht nur für die eigene Sicht zuständig, sondern auch, um von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Daher frühzeitig das Licht einschalten, auch wenn das Treten deswegen schwerer fällt.

Ihre Polizei im Rhein-Kreis Neuss wünscht Ihnen eine gute Fahrt mit schönem Wetter.