Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Polizei berät zum Einbruchsschutz - Tipps und Termine

Einbrecher Kellerfenster
Polizei berät zum Einbruchsschutz - Tipps und Termine
Schieben Sie Einbrechern einen Riegel vor oder: Warum Sie sich besonders nach der Zeitumstellung um das Thema „Einbruchschutz“ kümmern sollten

Seit Sonntag, dem 27. Oktober 2019, gehen die Uhren wieder anders - und zwar eine Stunde zurück. Das bedeutet zwar zunächst etwas mehr Schlaf, gleichzeitig steht mit der Zeitumstellung aber auch die "Dunkle Jahreszeit" vor der Tür.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden 482 Wohnungseinbrüche im Rhein-Kreis Neuss angezeigt. Das sind 79 weniger als im Vergleichszeitraum 2018 und ein erfreulicher Rückgang von mehr als 14 Prozent. Knapp die Hälfte dieser Taten blieb jedoch im Versuch stecken, weil Einbrecher an gut gesicherten Türen und Fenstern scheiterten oder von aufmerksamen Nachbarn und Anwohnern entdeckt wurden.

Trotz des Rückgangs in den letzten Jahren muss damit gerechnet werden, dass die Fallzahlen in der dunklen Jahreszeit wieder ansteigen.

Die Fallzahlen zu den Wohnungseinbrüchen des ersten Halbjahres 2019 in den einzelnen Kommunen:

  • Dormagen 69 (Vorjahr: 70)
  • Grevenbroich 54 (Vorjahr: 68)
  • Jüchen 22 (Vorjahr: 28)
  • Kaarst 66 (Vorjahr: 64)
  • Korschenbroich 20 (Vorjahr: 32)
  • Meerbusch 91 (Vorjahr: 84)
  • Neuss 146 (Vorjahr: 204)
  • Rommerskirchen 14 (Vorjahr: 10)

Die Täter nutzen erfahrungsgemäß die früh einsetzende Dämmerung für ihr Vorhaben. Auf den ersten Blick lassen dunkle Wohnungen in der Dunkelheit erahnen, dass offensichtlich niemand zu Hause ist und die Einbrecher ungestört ihrer „Arbeit“ nachgehen können. Tipp: Licht schreckt Einbrecher ab! Nutzen Sie daher Zeitschaltuhren in Verbindung mit energiesparenden Lampen und lassen Sie so den Eindruck entstehen, Sie seien zu Hause.

Schützen Sie sich und machen Sie, gemeinsam mit der Polizei im Rhein-Kreis Neuss, Einbrechern das Leben schwer.

Die Experten des Kriminalkommissariats Prävention und Opferschutz bieten kompetente und kostenlose Vorträge zum Einbruchschutz in der Beratungsstelle der Polizei in Neuss auf der Jülicher Landstraße 178 an.

 

An folgenden Abenden, jeweils mittwochs um 18 Uhr, finden Vorträge in der Beratungsstelle an der Jülicher Landstraße 178, Neuss, statt. Diese dauern etwa 90 Minuten. Eine Anmeldung ist erforderlich.

11.12.2019 

15.01.2020 

29.01.2020 

12.02.2020 

26.02.2020 

11.03.2020 

25.03.2020

 

Die Polizei geht mit zivilen und uniformierten Streifen gegen Wohneinbrecher vor und jeder kann selbst die Sicherheit in den eigenen vier Wänden weiter verbessern.

Seien Sie aufmerksam und informieren bei aktuellen verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei (110).

• Wohnung sichern

• aufmerksam sein

• über 110 die Polizei alarmieren

 

Einbruchsprävention fängt an der eigenen Haustür an

Neben dem Einbau einbruchshemmender Technik an zum Beispiel Türen und Fenstern, kann man sich auch durch umsichtiges Verhalten davor schützen Opfer von Einbrechern zu werden.

Tipps:

  • „Einbrecher kommen nachts…“ weit gefehlt

Die Taten geschehen üblicherweise tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. In der dunklen Jahreszeit nutzen Einbrecher oft die frühe Dämmerung aus. Ist ein Haus während dieser Monate unbeleuchtet, spricht viel dafür, dass die Bewohner nicht da sind.

 

  • Nachbarschaftshilfe schafft Sicherheit

Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch Nachbarn, die einander helfen, gibt es fast immer. In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Diebe und Betrüger kaum eine Chance. Vereinbaren Sie mit den Anwohnern Ihrer Straße, gegenseitig bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen zu achten. Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück und sprechen Sie sie an. Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn, indem Sie z. B. den Briefkasten leeren. Es geht darum, einen bewohnten Eindruck zu erwecken. Alarmieren Sie bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110.

 

  • Nicht den Helden spielen - 110 anrufen!

Vorsicht! Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wenn Sie einen Einbrecher bemerken: Stellen Sie sich ihm nicht in den Weg! Verständigen Sie stattdessen sofort die Polizei und geben Sie eine möglichst gute Beschreibung des Täters und seines eventuell eingesetzten Fluchtfahrzeugs.

 

  • Nicht zum „Einstiegshelfer“ werden

Erschweren Sie ungebetenen Gästen durch eine Einfriedung das Betreten Ihres Grundstücks. Mülltonnen, Gartenmöbel usw. eignen sich als Aufstiegshilfe. Sie sollten weggeschlossen oder z. B. mit einer Kette gesichert werden.

 

  • Sichere Verwahrung sichert Wertvolles

Lassen Sie Ihre Wertsachen zu Hause nicht offen herumliegen. Besonders wichtige Dokumente, wertvolle Sammlungen, Gold oder Schmuck, der nur selten gebraucht wird, sind am sichersten bei Ihrem Geldinstitut im Schließfach aufgehoben. Sparbücher, Schmuck, Bargeld und Scheckformulare, die Sie im Haus behalten möchten, sollten Sie nicht in einer Kassette, sondern in einem Wertbehältnis aufbewahren. Das Wertbehältnis sollte versteckt eingebaut und fest verankert werden. Fertigen Sie zudem Bilder von besonders individuellen Wertgegenständen an, und heben Sie Kaufbelege etc. auf, für den Fall, dass es doch einmal zum Diebstahl der Stücke kommt.

 

Umfassende Tipps zum Einbruchsschutz erhalten Sie auch hier.