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Vorsicht Taschendiebe!

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Vorsicht Taschendiebe!
Augen auf und Tasche zu!, mit diesem Slogan startet die Polizei auch dieses Jahr wieder landesweit ihre Präventionskampagne gegen Taschendiebe.

Auch im Rhein-Kreis Neuss finden Taschendiebe immer wieder ihre Opfer, in Fußgängerzonen, in Geschäften, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Parkplätzen, eben überall dort, wo Gedränge herrscht oder wo sich Menschen leicht ablenken lassen.
Die Opfer sind dann nicht nur ihr Bargeld los, ihnen entsteht auch ein großer Aufwand. Bankkarten müssen gesperrt, Papiere, Ausweisdokumente, Führerscheine neu beantragt werden.


In den ersten fünf Monaten des Jahres 2017 registrierte die Polizei im Rhein-Kreis Neuss 170 Fälle von Taschendiebstahl.

Nur in wenigen Fällen bemerken die Opfer den Diebstahl sofort. Oft liegt die Tat schon Stunden, wenn nicht Tage zurück, was die Aufklärung maßgeblich erschwert und eine erfolgversprechende polizeiliche Fahndung nach den Tätern nahezu unmöglich macht. 

Die Tricks der Diebe:
Die Täter nutzen verschiedene „Maschen“, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Meist lenken sie die Betroffenen ab oder rempeln sie wie zufällig an. Sie bitten um Wechselgeld und fingern dann unbemerkt die Geldscheine aus dem Portemonnaie unter dem Vorwand, bei der Kleingeldsuche behilflich sein zu wollen. Insbesondere abends kommt es zu Diebstählen durch sogenannte „Antänzer“, die scheinbar gutgelaunt die Nähe ihrer Opfer suchen, indem sie um sie herum tänzeln und dabei Körperkontakt suchen. Skepsis ist auch geboten, wenn man nach dem Weg gefragt wird und das Gegenüber anfängt, eine Stadtkarte auszubreiten. Die Ablenkung und die durch die Karte verdeckte Sicht erleichtern den Dieben den Griff in die Umhänge- oder Jackentasche. Der Polizei liegen auch Anzeigen vor, wo arglose Supermarktkunden von einem Täter nach einem bestimmten Produkt gefragt wurden, während dessen der Komplize zeitgleich die Tasche aus dem Einkaufswagen entwendet. Altbekannt sind die sogenannten „Spendensammler“. Hierbei handelt es sich um oftmals junge Frauen, die vorgeben, für einen guten Zweck zu sammeln. Die mitgeführten Unterschriftenlisten dienen auch hier meist zur Verdeckung des Taschendiebstahls.

Wie man sich schützen kann:

  • Das Wissen um die Tricks der Taschendiebe ist viel wert. Doch darüber hinaus gilt es einige weitere Tipps zu beherzigen.
  • Bewahren Sie auf keinen Fall den PIN für Ihre Bankkarte in Ihrer Tasche oder Ihrem Mobiltelefon auf.
  • Sperren Sie gestohlene Bankkarten unverzüglich über die bundesweite Notfallnummer 116 116.
  • Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
  • Tragen Sie Geld und Zahlungskarten sowie Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
  • Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche immer mit der Verschlussseite zum Körper.
  • Halten Sie Ihre mitgeführte Tasche stets geschlossen.
  • Lassen Sie Ihre Handtasche oder Jacke niemals unbeaufsichtigt.
  • Achten Sie bei einem Menschengedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen.

Melden Sie jeden Diebstahl oder verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei! Haben Sie keine Hemmungen, die 110 (Notruf) zu wählen.